
Cuba Libre

Inhalt
Vielleicht ist der Cuba Libre so etwas wie ein Popsong, der überall und jederzeit im Radio läuft.
Leicht erhältlich, nicht wirklich besonders, jeder mag ihn – von Cocktail- oder Musikenthusiasten einmal abgesehen. Viel kann man auch wirklich nicht falsch machen bei ihm: Rum, Cola, vielleicht ein wenig Limette. Schmecken wird er immer gleich: Mehr nach Cola, weniger nach Rum, je nach der verwendeten Brause, dem Anteil der Limette und der Farbe des Rums mit verschiedenen Nuancen.
Es steht außer Frage, dass ein Artikel über den Cuba Libre sich nicht mit den schwierigen Fragen erhabener Mixologie beschäftigt. Dennoch werden wir euch im Folgenden zeigen, wie ihr ihn zuhause selber mischen (und mit überflüssigem Fachwissen zu seiner Herkunft glänzen) könnt.
Viel Wirbel um das bisschen Cola: Geschichte des Cuba Libre
Als einer der ältesten klassischen Highballs entstand der Cuba Libre bereits um das Jahr 1900 herum in – Überraschung! – Kuba. Wohl kaum ein Drink, der ein so durchschnittliches Geschmackserlebnis produziert, ist mit einer solchermaßen bewegten Geschichte verknüpft: Angeblich sorgte die Präsenz amerikanischer Soldaten infolge des Spanisch-Amerikanischen Krieges dafür, dass übermäßig viel Cola importiert wurde. Gemischt mit hellem kubanischem Rum war das „freie Kuba“ geboren.
Da die Zutaten zu jeder Zeit überall leicht erhältlich waren, gewann die Mischung schnell an Ruhm und gilt nach Angaben des Herstellers Bacardi heute als zweitbeliebtester Cocktail der Welt – mit der allseits bekannten Margarita an der Spitze der Getränkekette. Einzig während der kubanischen Revolution im Jahre 1959 wurde es plötzlich schwierig, einen originalen Cuba Libre serviert zu bekommen: Das Handelsembargo der Vereinigten Staaten sorgte dafür, dass man in Kuba keine Coca-Cola und in den USA keinen kubanischen Rum mehr bekam.
Man wich also zum Rum&Coke aus, der bis heute nicht immer vom klassischen Cuba Libre unterschieden wird. Um es also einfach zu machen: Rum&Coke ist Rum mit Cola, egal in welcher Form. Ein Cuba Libre enthält Limette, kubanischen Rum und idealerweise Coca-Cola.
Quality is key: die „gute Mische“ für daheim
Entscheidend ist beim Cuba Libre nicht, dass du fünf verschiedene Barschulen und sechs Seminare zur Rumverkostung besucht hast; es tut nichts zur Sache, ob du in den besten Bars deiner Stadt ein namentlich bekannter Stammkunde bist, oder nur alle paar Wochen beim Clubbesuch mit Spirituosen in Kontakt kommst.
Ausschlaggebend für den Geschmack deines Endergebnisses ist einzig und allein, was du verwendest: Wer lieber Afri Cola oder Pepsi trinkt, statt das Original mit dem rot-weißen Weihnachtsmann zu verwenden, ist mit diesen Produkten sicher besser beraten. Wer (aus welchen Gründen auch immer) in tiefer Feindschaft zur Marke Bacardi lebt, der darf auch Havana 3 oder Captain Morgan (Achtung: streng genommen kein Rum) als Basis seiner Experimente verwenden. Etwas frische Limette gibt dem Drink in jedem Fall einen Kick, eine Kante, die er ohne die bissige Säure nicht hätte.
Hast du dich für deine Lieblingsprodukte entschieden, ist die Herstellung des Cuba Libre relativ einfach: Füll ein Longdrinkglas mit Eis, gib 4-5cl Rum und 1-2cl frisch gepressten Limettensaft hinein und füll mit Cola auf. Als Garnitur dient eine Limettenscheibe oder ein -achtel, das vom Gast nochmal zerdrückt werden kann. Mit einem Strohhalm versehen ist der Longdrink fertig und bereit zu seiner Reise über den Tresen.
Cuba Libre selber mixen – die Zutaten
Cuba Libre Zubereitung – Schritt für Schritt
- Ein Longdrink- bzw. Highballglas mit Eiswürfeln befüllen.
- Rum und Limettensaft hinzugeben.
- Mit Cola auffüllen.
- Mit Limettenscheibe oder -achtel und Strohhalm garnieren.
Auch mit Cola Light sehr zu empfehlen. Vielen Dank für das Rezept.